Aufbruch: die Gastro-Szene geht neue Wege

Szene

Weniger Besucher in den Innenstädten, mehr Leerstand bei immer mehr Online-Handel – davon ist auch die Gastronomie betroffen. Was man gegen diese Entwicklung tun kann? Einiges …

Um das „Sterben der Innenstädte“ aufzuhalten, bedarf es neuer Konzepte, mit denen Innenstädte neu gedacht und sämtliche urbanen Bereiche einbezogen werden. Doch wie geht das? Statt Parkstreifen für Autos und den fließenden Verkehr werden beispielsweise Sitzgelegenheiten unter Bäumen, Fußgängerzonen oder gastronomisch genutzte Flächen geschaffen, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Schon während der Pandemie vorgemacht hat das die Stadt München. Ursprünglich entstanden in Wien, schwappte die Idee der „Schanigärten“ bis an die Isar: Optisch ansprechende Pop-up-Schankvorgärten definieren den Begriff „Parkraumbewirtschaftung“ neu und verändern den Look von ganzen Straßenzügen.
Mit etwas mehr Platz allein ist es allerdings nicht getan. Es geht letztlich um eine Transformation der Innenstädte. Und doch ist es ein Anfang. Um Gastronomen bei solchen Outdoor-Vorhaben zu unterstützen, bietet die Stadt Köln jetzt sogar eine extra Anlaufstelle für Gastrobetreiber. Das sollte Vorbildwirkung für andere Kommunen haben! Auch erkannt hat das Problem des Innenstadtsterbens die Stadt Essen. Hier arbeitet die städtische Marketinggesellschaft an einem Konzept zur strategischen Entwicklung der Gastronomie in der City, die dafür in Cluster und Zielgruppen eingeteilt wird. Spannend, wie wir finden!

Erscheinungsdatum: 25.03.2022